Theaterstück: "Bezahlt wird nicht!"

Theaterstück: "Bezahlt wird nicht!"
Freitag | 16. März 2018 | 19:30 Uhr


Theateraufführung

„Bezahlt wird nicht!“ von Dario Fo

Eine Inszenierung von und mit der Ankara Theaterfabrik/ Ankara Tiyatro Fabrikası

(In türkischer Sprache)

Am 16. März 2018 – Einlass 19.30 Uhr – Beginn 20.00 Uhr

Der italienische Dichter und Nobelpreisträger Dario Fo, der die Kunst und Sozialkritik wie kein anderer meisterhaft miteinander verwob, hat das Stück „Bezahlt wird nicht!“ zur Zeit der Arbeitskämpfe Mitte der 70er Jahre geschrieben. „Bezahlt wird nicht“ ist ein ironischer Aufschrei gegen Stagnation und Starre. Dieses Thema hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt.
In Dario Fo‘ s Komödie wehren Frauen sich gegen Lebensmittelpreise. Sie räumen einen Supermarkt aus – ohne zu bezahlen. Sie üben zivilen Ungehorsam zwischen Fleischtheke und Sonderangebotspalette. Schade nur, dass sich die gesetzestreuen Ehemänner nicht von so viel revolutionärem Geist anstecken lassen.

Welch eine wunderbare Utopie; das Benötigte zu bekommen ohne dafür bezahlen zu müssen! Für jede*n so viel wie er*sie kann, für jede*n so viel er*sie braucht! Sogar der Gedanke daran ist sagenhaft. Und das, in einer Welt, in der alles käuflich und verkäuflich ist, für Profit erbarmungslose Kriege geführt werden, Millionen von Menschen wegen einer ungerechten Verteilung des Vermögens sterben…

Und was würde passieren, wenn arme Menschen, denen der Kragen platzt, in einer Zeit in der das Kapital herrscht und Privateigentum heilig ist, sagen: „Es reicht!“? Wenn sie für ein menschenwürdiges Leben sagen würden: „Bezahlt wird nicht!“?
Probieren Sie es, wagen Sie es und lassen Sie sich inspirieren von einem befreienden Humor, der Ihnen das Nachdenken erleichtert. Bezahlt wird nicht!

Die Ankara Theaterfabrik (Ankara Tiyatro Fabrikasi) hat das Stück „Bezahlt wird nicht!“ neu inszeniert. Ein Stück, das da anfängt, wo das Ganze mit dem Menschen nicht mehr übereinstimmt; da endet, wo die Hoffnung mit dem Widerstand des Menschen an Bedeutung gewinnt. Aber ein Stück, das dadurch immer wieder von neuem anfängt. Ein herrlich überdrehtes Volkstheater, das komisch-kritisch zugleich wirkt und zeigt, dass in jeder Krise die Chance steckt, Altes zu hinterfragen und Raum für Neues zu entdecken.