Hippolyte et Aricie

Hippolyte et Aricie
Sonntag | 29. März 2020 | 18:00 Uhr


Hippolyte et Aricie
von Jean-Philippe Rameau

Frankreich zur Zeit des Sonnenkönigs. Der Hof ergeht sich in rauschenden Festen, Ballett- und Opernaufführungen von nie zuvor gesehener Prachtentfaltung. Den »Soundtrack« dazu lieferte lange Zeit Jean-Baptiste Lully – bis 1733 der bereits fünfzigjährige Jean-Philippe Rameau seine erste Oper der Öffentlichkeit vorstellte: »Hippolyte et Aricie« nach einer Vorlage von Racine. Expressive Dissonanzen und eine übermenschlich gesteigerte Ausdruckskraft prägen Rameaus musikalische Sprache. Den damaligen Zuhörern muss es in den Ohren geklungen haben, als sie miterlebten, wie Phädras zerstörerische Liebe zu ihrem Stiefsohn Hippolyte eine ganze Familie in den Abgrund zu reißen droht. Doch im Frankreich des 18. Jahrhunderts gibt es eine Instanz, die den Untergang abwendet: Jupiter, der im rechten Moment eingreift und Hippolyte seiner »rechtmäßigen« Geliebten Aricie zuführt.
Lorenzo Fioroni, der bereits mit Monteverdis »Poppea« sein Talent für spektakuläre Theaterbilder unter Beweis gestellt hat, spürt dem revolutionären Genie Rameaus nach und verhilft »Hippolyte et Aricie« gemeinsam mit dem Barockspezialisten Bernhard Forck zur Mannheimer Erstaufführung.

#göttlichesbarock #vivelafrance #inzestistkeinelösung #zerstörerischeliebe #kammerakademieimoktober

Musikalische Leitung: Bernhard Forck (Gast)
Regie: Lorenzo Fioroni
Bühne: Paul Zoller
Kostüme: Katharina Gault
Choreografie: Pascale-Sabine Chevroton
Licht: Damian Chmielarz
Dramaturgie: Cordula Demattio
Chor: Dani Juris

Diane: Eunju Kwon
Amour, Une Bergère: Nikola Hillebrand
Aricie: Amelia Scicolone
Phèdre: Sophie Rennert
Oenone: Marie-Belle Sandis
La Grande Pretresse / Une Pretresse / Une chasseresse: Natalija Cantrak
Hippolyte: Charles Sy
Arcas, Mercure: Koral Güvener
Thésée: Nikola Diskić
Tisiphone: Uwe Eikötter
Jupiter, Neptun, Pluton: Patrick Zielke
Erste Parze: Christopher Diffey
Zweite Parze, Un Amour: Raphael Wittmer
Dritte Parze: Marcel Brunner
Mit dem Opernchor


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