Norma

Norma
Freitag | 27. März 2020 | 19:30 Uhr


Norma
von Vincenzo Bellini

Vincenzo Bellinis Norma aus dem Jahr 1831 ist so etwas wie das Herzstück des italienischen Belcanto. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die sich in einen Konflikt zwischen Pflicht und Gefühl verstrickt und schließlich daran zerbricht. Als höchste Priesterin der Gallier wird von Norma erwartet, ihr Volk zu schützen und es im geeigneten Augenblick zum Aufstand aufzurufen, um die verhassten Besatzer abzuschütteln. Sie jedoch liebt den römischen Oberbefehlshaber Pollione und hat mit ihm zwei Kinder, die sie im Verborgenen großzieht. Als sie erfährt, dass sich Pollione in die junge Adalgisa verliebt hat, bricht die mühsam aufrechterhaltene Ordnung in sich zusammen.
Bellinis weitgespannte melodische Bögen lassen eine Aura meditativer Versenkung und Sehnsucht entstehen. Höchste Ekstase und tiefste Verzweiflung verbinden sich zu einem unverwechselbaren Klangkosmos, von dessen »langen, langen« Melodien Giuseppe Verdi stets mit Hochachtung sprach. Markus Bothes Inszenierung erzählt detailreich und in eindringlichen Bildern das Drama dieser Frau, Mutter, Geliebten und mit ihr einer ganzen Gesellschaft, die es nicht vermag das zu schützen, wessen sie am meisten bedarf: die Hoffnung. »Ein Triumph!«, titelte der Mannheimer Morgen.

Musikalische Leitung: Jānis Liepiņš
Inszenierung: Markus Bothe
Bühne: Robert Schweer
Kostüme: Justina Klimczyk
Licht: Damian Chmielarz
Dramaturgie: Cordula Demattio
Chor: Dani Juris

Pollione: Andreas Hermann
Oroveso: Bartosz Urbanowicz / Sung Ha
Norma: Estelle Kruger
Adalgisa: Jelena Kordić
Clotilde: Martiniana Antonie
Flavio: Raphael Wittmer
Mit dem Opernchor


Was heute noch los ist...